Hauptberuflich Träume schmieden

Der Goldschmied zählt zu den ältesten bekannten Metallhandwerken und wird auch heutzutage noch in alter Tradition ausgeführt. Das Werkzeug hat sich zwar verändert und ist moderner geworden, aber der Kern des Handwerks ist erhalten geblieben.

 

Die Meister dieser Zunft sind in der Lage die Gedanken und Gefühle der Kunden nach deren Erzählungen und Vorgaben visuell umzusetzen und das Schmuckstück auf Papier zu bringen.

Neben künstlerischem Vorstellungsvermögen ist für diesen Prozess viel Menschenkenntnis gefragt. Die fertiggestellte Zeichnung wird bemaßt, kalkuliert und die Schrittfolge des Schaffungsprozesses festgelegt.

 

Dann beginnt die Umsetzung des bislang imaginären Schmuckstücks. Die gesamte Metallbearbeitung findet oft noch in der hauseigenen Werkstadt des Goldschmiedes statt. Die Metalle werden legiert, geschmolzen, gegossen, gewalzt und zu Blechen oder Drähten verarbeitet. Wer Meister werden will, benötigt das richtige Fundament – eine anerkannte Berufsausbildung.

 

Mittlerweile wird die Möglichkeit geboten, ohne Meisterbrief selbstständig in dem Beruf zu arbeiten. Aber: Schmuckstücke von Meisterhand bleiben Schmuckstücke von Meisterhand.

 

Sabine Pluyter aus der Region Grafschaft Bentheim, genauer in der Stadt Nordhorn, ist eine Goldschmiedemeisterin, die das alte Handwerk noch von Grund auf gelernt hat. Die Fertigung von Unikaten, also die Umsetzung von den Schmuckvisionen ihrer Kundschaft, hat bei ihr den höchsten Stellenwert.